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Erste Jugendprogramme im Hotel Silber

20.12.2013

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Workshop „Erinnern – Aber wie!?“ im Hotel Silber, 27. November 2013

Workshop „Das Hotel Silber und die Verfolgung Jugendlicher im Nationalsozialismus“, 5. Dezember 2013

Workshop „Das Hotel Silber und die Verfolgung Jugendlicher im Nationalsozialismus“, 5. Dezember 2013

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Auftakt Hotel Silber“ besuchten erstmals Schulklassen den viel diskutierten historischen Ort in der Stuttgarter Innenstadt. Sie nahmen an zwei Workshop-Programmen teil, die von der Museumspädagogik des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg entwickelt und im Hotel Silber durchgeführt wurden. Mit großem Interesse und viel Engagement setzten sich die Jugendlichen mit dem Hotel Silber und seiner Geschichte im Nationalsozialismus auseinander.

In dem Workshop „Das ‚Hotel Silber’ und die Verfolgung Jugendlicher im Nationalsozialismus“ erarbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler eigenständig die Geschichten von sechs Jugendlichen, die vom Hotel Silber aus verfolgt worden waren. Abhängig von der Quellenlage konnten sie die historischen Geschehnisse im heutigen Gebäude verorten. Dabei stießen die Schülerinnen und Schüler auf für sie Überraschendes: etwa, dass Hans Scholl vor der Gründung der studentischen Widerstandsgruppe „Die Weiße Rose" unter dem Vorwurf der Homosexualität verhaftet und im Hotel Silber verhört worden war. In einer Diskussion über Freiheiten und Handlungsspielräume stellten die Schülerinnen und Schüler schließlich Bezüge zu ihrer eigenen Lebenswelt her.

Ein anderer Zugang zur Geschichte des Hotel Silber wurde in dem Workshop „Erinnern  Aber wie!?" gewählt. Lebhaft diskutierten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler die spannende Frage, wie in Zukunft im Hotel Silber an die Vergangenheit des Ortes erinnert werden soll, nachdem sie sich zunächst damit befasst hatten, auf welche Art und Weise bisher in Deutschland an die Zeit des Nationalsozialismus erinnert wurde. Rege nutzten die Jugendlichen die Möglichkeit, ihre eigenen Sichtweisen darzulegen und ihre Wünsche für die zukünftige Einrichtung im Hotel Silber zu artikulieren. So forderten sie etwa einen interaktiven Geschichtsort mit Computerstationen zum selbstständigen Arbeiten und der Möglichkeit, die Ausstellung zu kommentieren. Auch die erinnerungskulturelle Geschichte des Ortes wollen sie in der zukünftigen Dauerausstellung thematisiert wissen. In dem Workshop erlebten die Jugendlichen das Hotel Silber als einen Ort der Kommunikation und Teilhabe, der auch der gesellschaftlichen Vielfalt Rechnung trägt. Sie schätzten es sehr, dass sie gehört wurden und ihre Perspektive Anerkennung fand.

Nicht zuletzt dank des Erfolgs und der großen Nachfrage wird der Workshop „Das ‚Hotel Silber’ und die Verfolgung Jugendlicher im Nationalsozialismus“ auch 2014 weiterhin angeboten. Da das Hotel Silber momentan noch von Ministerien genutzt wird, können Bildungsprogramme für Schulklassen dort jedoch nur eingeschränkt durchgeführt werden. Es wird daher in das Haus der Geschichte Baden-Württemberg ausgewichen: Neben Recherchen in der Dauerausstellung nutzen die Schülerinnen und Schüler den „Virtuellen Geschichtsort" zur Auseinandersetzung mit dem Hotel Silber.

Bei Interesse an dem Workshop „Das ‚Hotel Silber’ und die Verfolgung Jugendlicher im Nationalsozialismus“ wenden Sie sich bitte an den Besucherdienst des Hauses der Geschichte unter Tel. 0711 / 212 39 89, per Fax 0711 / 212 39 79 oder per E-Mail besucherdienst@hdgbw.de.

Erstellt in: Veranstaltungen · Tags: Historischer Ort

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